Das ukrainische Ministerium für digitale Transformation hat am Donnerstag die Ergebnisse einer landesweiten Umfrage zu Glücksspielgewohnheiten veröffentlicht. Die vom Centre for Responsible Gaming durchgeführte Studie analysierte die Antworten von 3.164 Erwachsenen, darunter 415 Jugendliche, 409 Vertriebene und 404 Militärangehörige.
Die Daten zeigen eine Diskrepanz zwischen öffentlicher Besorgnis und persönlicher Beteiligung. Während 75 % der Befragten das Glücksspiel als erhebliche nationale Herausforderung betrachten, identifizieren sich 84 % nicht als Spieler. Jeder Dritte gab an, niemanden zu kennen, der spielt.
Nur 5 % haben sich im letzten Jahr an Glücksspielaktivitäten beteiligt, und lediglich 2 % taten dies im vorherigen Monat.
Verhalten und Bewusstsein der Spieler
Finanzieller Gewinn bleibt der Hauptantrieb, wobei 70 % der Spieler nach monetären Belohnungen streben. Emotionale Faktoren beeinflussten 41 %, während 17 % Unterhaltung oder Werbung nannten. Die meisten Beteiligungen sind vorübergehend; 83 % der Spieler berichteten von einem Stopp, hauptsächlich aufgrund von Interessenverlust (65 %) oder finanziellen Einschränkungen (23 %).
Hinsichtlich negativer Folgen leugneten 83 % nachteilige Auswirkungen, und 93 % hatten im vergangenen Jahr kein Geld für das Glücksspiel geliehen.
Regulierung und Branchenreaktion
Die Kenntnis verantwortungsvoller Spieltools ist unter aktiven Spielern hoch, wobei 71 % mit persönlichen Spielstatistiken vertraut sind und 60 % die Optionen zur Grenzwertfestlegung verstehen. Die Mehrheit der Öffentlichkeit unterstützt eine strengere Aufsicht, da 74 % für verbesserten Suchtschutz eintreten und 50 % nach strengeren Werbeeinschränkungen verlangen.
Parallel zur Veröffentlichung der Umfrage hat der Regulierer mit der Plattform Kick zusammengearbeitet, um Inhalte zu entfernen, die nicht lizenziertes Glücksspiel bewerben. Die Behörden haben zudem ein neues Online-Beschwerdewerkzeug eingeführt, um illegale Werbung zu bekämpfen.