Am 30. Juni 2026 hat Petfre (Gibraltar) Ltd, der Betreiber hinter Betfred, eine Einigungszahlung von 900.000 £ an die Great Britain Gambling Commission (GBGC) vereinbart. Die Geldbuße ist die Folge einer behördlichen Untersuchung der sozialen Verantwortungsvorschriften des Unternehmens.
Die GBGC leitete die Prüfung ein, nachdem eine Compliance-Prüfung erhebliche Verfahrenslücken aufgedeckt hatte. Die Aufsichtsbehörde stellte fest, dass Petfre über keine ausreichenden Mechanismen verfügte, um Anzeichen von Spielschäden zu erkennen oder sofortige Eingriffsmaßnahmen durchzusetzen. Ein kritisches Problem betraf den Überprüfungszyklus: Sobald das Konto eines Kunden für eine Überprüfung im Rahmen der Spielerschutzmaßnahmen markiert wurde, verhinderte das System eine erneute Markierung für sieben Tage.
Diese Verzögerung bedeutete, dass Kunden, die weitere Anzeichen von Belastung zeigten, nicht so schnell kontaktiert wurden, wie es erforderlich war. In einem dokumentierten Fall verlor ein Verbraucher innerhalb von 24 Stunden 17.900 £, ohne zusätzliche Unterstützung zu erhalten. John Pierce, der Direktor für Durchsetzung bei der Kommission, erklärte: „Die gewissenhafte Umsetzung wirksamer Richtlinien und Verfahren sind die Eckpfeiler eines sichereren Glücksspiels in Großbritannien.“ Er merkte an, dass die Lücken zwar inakzeptabel waren, der Lizenzinhaber jedoch schnell reagierte, um vorläufige Minderungsmaßnahmen einzuführen.
Personelle Veränderungen in der Aufsicht
Parallel zur Ankündigung der Einigung bestätigte die GBGC, dass der Geschäftsführende Direktor Tim Miller die Organisation im September verlassen wird. Miller hat seine Position in den vergangenen zehn Jahren ausgeübt.